Anmeldeformular 
Die zweijährige Berufsfachschule im System der beruflichen Bildung
der Werner-von-Siemens-Schule
Das Erreichen eines berufsbezogenen mittleren Bildungsabschlusses steht im Mittelpunkt der Arbeit der zweijährigen Berufsfachschule. Die Werner-von-Siemens-Schule macht dieses Angebot in den Berufsfeldern Metall-, Elektro- und Holztechnik.
Schulische Voraussetzungen für den Besuch dieser Schulform sind befriedigende bis gute Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch auf Hauptschul- bzw. C-Kurs Niveau. Im Durchschnitt aller Nebenfächer werden ebenfalls befriedigende Leistungen erwartet. Als gewerblich-technische Berufsschule legen wir Wert auf gute bis befriedigende Leistungen in den Naturwissenschaften insbesondere in den Fächern Physik und Chemie. Im Detail werden die Aufnahmebedingungen in der Verordnung vom 17. Februar 2000 geregelt.
Im Mittelpunkt der unterrichtlichen Arbeit steht die Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die den Anforderungen der Grundstufe einer Berufsausbildung entsprechen. Mit der Wahl für ein Berufsfeld haben die Schüler und Schülerinnen eine zukunftsweisende Entscheidung für ihre berufliche Entwicklung getroffen. Diese soll im Laufe der beiden Jahre gestärkt werden, aber gegebenenfalls auch rechtzeitig korrigiert werden können.
Neben dem Spaß und Interesse an technischnaturwissenschaftlichen Themen und Problemen erwarten wir von den Schüler und Schülerinnen Neugierde für allgemeinbildende Themen. Die Unterrichtsinhalte in den Fächern Deutsch, Englisch und Politik orientieren sich stärker an Problemfeldern der Arbeitswelt und sind auf Inhalte der fachtheoretischen und fachpraktischen Fächer bezogen.
Angesichts der Anforderungsprofile auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt kommt der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen eine besondere Bedeutung zu.
Selbstständiges Arbeiten und Lernen in den einzelnen Fächern, die Entwicklung einer eigenständigen Arbeitssystematik, die Übernahme von Verantwortung, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und die Fähigkeit konstruktiv mit Konflikten umzugehen sowie das Einhalten vereinbarter Regeln sind neben den Unterrichtsinhalten gleichberechtigter Bestandteil unserer täglichen Arbeit.
Die Vermittlung in qualifizierte Ausbildungsberufe im Anschluss an die zweijährige Berufsfachschule betrachten wir als vorrangiges Ziel. Der anschließende Einstieg in die zweijährige Fachoberschule, in das Berufliche Gymnasium oder in die vollschulische Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten kann in begründeten Einzelfällen sinnvoll sein.
Situation und Intentionen
Die Schüler, die von den abgebenden Gesamtschulen kommen, bringen einerseits sehr unterschiedliche Kenntnisse und Fertigkeiten, andererseits aber auch unterschiedliche Erwartungen an die Berufsfachschule mit.
Die voneinander abweichende Vorbildung der Schüler in den einzelnen Fächern und die daraus resultierende geringe Vergleichbarkeit der Zeugnisnoten der abgebenden Schulen verstärken den Wusch nach einer intensiven Beratung von beiden Seiten. Die festzustellenden, noch unzureichend ausgeformten Arbeitskompetenzen der Schüler einerseits, die besondere Gewichtung der Naturwissenschaften und des berufsbezogenen Unterrichts andererseits, erfordern dies ebenso.
Es ist ein wesentliches Anliegen, den zukünftigen Schülern und ihren Eltern im Vorfeld der Entscheidung über den weiteren schulischen Werdegang die Anforderungen der Berufsfachschule umfassend darzustellen. Durch diese Transparenz soll die Entscheidung für genau diese Schulform und für die angebotenen Schwerpunkte Metall, Elektro oder Holz erleichtert und Fehlentscheidungen minimiert werden.
Während ihrer Zeit an der Berufsfachschule absolvieren die Schüler zwei zweiwöchige Praktika in verschiedenen Betrieben. Um diese außerschulischen Erfahrungen für die Schüler so gewinnbringend wie möglich zu gestalten, wird eine engere Zusammenarbeit zwischen den Praktikumsbetrieben und unserer Schule angestrebt. Auf diese Weise soll auch eine größere Akzeptanz des Berufsfachschulabschlusses bei den Betrieben erreicht und dadurch den Schülern der Einstieg in die anschließende Berufsausbildung erleichtert werden.
Die schulische Arbeitsorganisation gibt häufig eine hohe Anzahl von unterrichtenden Kollegen und eine Vielzahl von Unterrichtsräumen vor. Es besteht jedoch der Wunsch, den zweijährigen Aufenthalt der Schüler weitestgehend mit einem gleich bleibenden und kleinen Lehrerteam kontinuierlich zu begleiten. Darüber hinaus soll der Unterricht möglichst in den Schülern fest zugeordneten Klassenräumen stattfinden. Diese Voraussetzungen fördern die Entwicklung eines Sozialgefüges zwischen den Schülern sowie zwischen Schüler und Lehrer, wodurch die Erfüllung unseres Bildungsauftrages, der weit über die Vermittlung fachlicher Inhalte hinausgeht, erleichtert wird.
Ein erklärtes Ziel innerhalb dieses Bildungsauftrages ist auch die Förderung der Arbeits- und Methodenkompetenz. Damit erhalten die Schüler für ihren zukünftigen Beruf die Fähigkeit, sich auf technisch rasch wandelnde Bedingungen schnell einstellen und reagieren zu können.
Berufsbezogene Handlungssituationen, welche die Schüler praxisnah und weitgehend selbstständig bearbeiten, sollen mit fächerübergreifenden Projekten realisiert werden.
Ebenfalls fächerübergreifend soll die Art und Weise der Leistungsbewertungen und der Ordnungsmaßnahmen bei Verstößen gegen die Schulordnung konform gehandhabt werden. Dies soll der Gleichberechtigung dienen, die Vertrauensbildung fördern und Verbindlichkeiten schaffen.