22.05.2017

Aktionstag Europa 2017 an der Werner-von-Siemens-Schule

Der am Montag an allen mittelhessischen Europaschulen veranstaltete Aktionstag Europa 2017 stand an der Werner-von-Siemens-Schule unter dem Motto „Faktencheck Europa“. Schüler und Schülerinnen der Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums (BG11) hatten sich des Themas angenommen und mehrere Wochen an Präsentationen gearbeitet, die heute im Atrium der Schule gezeigt wurden. Da ging es um Flüchtlings- und Wirtschaftspolitik, die europäischen Perspektiven nach dem Brexit oder den Rechtspopulismus in einigen europäischen Ländern. Das Publikum zeigte sich beeindruckt von der Qualität der vielfältigen Präsentationen. Schulleiter Michael Diehl: „Eine interessante und umfangreiche Faktensammlung zu allen relevanten Themen der europäischen Politik, die bei der eigenen Meinungsbildung sehr hilfreich ist.“

 

Bereits am Projekttag der mittelhessischen Europaschulen innerhalb der offiziellen Europawoche am 10. Mai hatten zwei Gruppen des BG 11 die Siemensschule während der zentralen Veranstaltung an der Gießener Theodor-Litt-Schule vertreten. Hier zeigten Schüler aller sechs mittelhessischen Europaschulen unter dem Motto „Demokratie (er)leben“, wie sie die Themen der europäischen Politik sehen und welche Auffassungen sie dazu vertreten. Ein weiteres Event in diesem Europa-Frühling war der Besuch der europäischen Partner der Werner-von-Siemens-Schule in Wetzlar. Am 18. April waren 55 Schüler mit ihren Lehrern von den Partnerschulen in Lutin (Tschechien), Lodz (Polen) und Bologna (Italien) angereist, um mit Schülern der Werner-von-Siemens-Schule gemeinsam zu arbeiten, zu lernen sowie Kultur und Gewohnheiten des Nachbarlandes kennenzulernen. Die internationalen Teams hatten sich mit Themen aus den Gebieten Datenverarbeitung und Mechatronik beschäftigt und Projekte erarbeitet, die der Öffentlichkeit im Atrium der Siemensschule präsentiert wurden. Diese Zusammenarbeit mit den Partnern besteht bereits seit Jahren und die gegenseitigen Besuche sind fester Bestandteil in den Jahresterminplänen der jeweiligen Schulen. Und im Rahmen des Erasmus-Programms nutzen Auszubildende die Möglichkeit zu berufliche Praktika oder absolvieren ganze  Ausbildungsabschnitte oder Weiterbildungsmaßnahmen in einem der Nachbarländer.

 

„Die Hessischen Europaschulen sind seit 1992 eine Exzellenzmarke für innovative Schulentwicklung in Deutschland mit dem Ziel, ihre Schülerinnen und Schüler von der europäischen Einigung zu begeistern und sie zu befähigen, sich in Europas Vielfalt und dem globalen Studien- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden“, heißt es auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums. Seit 2002 gehört die Werner-von-Siemens-Schule dazu und wurde im Juli 2009 sowie im Oktober 2014 erneut als "programmatischer Vorreiter auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen Schule mit einem Profil, das richtungsweisend auch für andere Schulen ist" vom Hessischen Kultusministerium als Europaschule ausgezeichnet. In Hessen gibt es insgesamt 34 Europaschulen. Zu den Mittelhessischen Europaschulen, die in jeder Europawoche einen gemeinsamen Projekttag veranstalten, zählen die Theodor-Heuss-Schule, Marburg, Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises, Dillenburg, Max-Eyth-Schule, Alsfeld, Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach, die Theodor-Litt-Schule Gießen sowie die Werner-von-Siemens-Schule Wetzlar.

 
Die europäischen Partner aus Lutin (Tschechien), Lodz (Polen) Bologna (Italien) und Wetzlar im Atrium der Siemensschule.