23.08.2011

Angehende Techniker präsentieren ihre Projektarbeiten

Enge Kooperation mit heimischer Industrie sichert Praxisnähe

Am Samstag, 20. August und Dienstag, 23. August, präsentierten die Studierenden der Fachschule für Technik der Werner-von-Siemens-Schule 11 Projektarbeiten, die im letzten Semester in Kooperation mit Unternehmen der heimischen Wirtschaft entstanden waren. Die 35 Facharbeiter der Fachrichtungen Maschinenbau und Optik-Elektronik hatten vier Jahre neben ihrer Berufstätigkeit die Schulbank gedrückt und können im kommenden Frühjahr ihre Diplome als Staatlich geprüfte Techniker in Empfang nehmen. Die Projektarbeiten dieses Semesters gelten als Prüfsteine, mit denen die Absolventen der Technikerschule sowohl fachliche Kompetenz wie auch ihre Fähigkeiten zu Teamarbeit und Eigeninitiative unter Beweis stellen. „Und das ist Ihnen allen hervorragend gelungen, wie die anspruchsvollen Ergebnisse zeigen“, lobte Michael Diehl, Schulleiter der Werner-von-Siemens-Schule, am Samstagmorgen bei der Eröffnung der mehrstündigen Präsentation.

 

Als beispielhaft für die hohe Qualität aller Arbeiten gilt das Projekt der Gruppe Kathrin Pfeiffer, Christian Hiereth, Sven Luh und Patrick Widerstein. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Schmidt & Bender, Biebertal-Fellingshausen, entwickelten und konstruierten die angehenden Techniker der Fachrichtung Maschinenbau einen Laborprüfstand, der unter extremen klimatischen Bedingungen Zielfernrohre prüft und so dazu beiträgt, deren Lebensdauer und Präzision weiterzuentwickeln. „Die Studierenden haben eine tolle Arbeit gemacht. Wir werden das System in unsere QS-Abteilung integrieren und weiterentwickeln“, kommentierte Oliver Opitz, Projektbetreuer von Schmidt & Bender. Das Biebertaler Unternehmen stellt Präzisions-Zielfernrohre her und ist einer der weltweit führenden Anbieter auf diesem Gebiet. Hugo Müller, Leiter der Fachschule für Technik, wertete diese Arbeit als Paradebeispiel für das Konzept der Werner-von-Siemens-Schule, mit der Nähe zu den heimischen Unternehmen Theorie und Praxis während der Ausbildung eng zu verzahnen. Die Studierenden seien als „Dienstleister“ in den Fertigungsprozess eingebunden, was für Realitätsnähe der Ausbildung sorge und die Absolventen auf die Herausforderungen in den Schlüsselpositionen der Wirtschaft bestens vorbereitet.

 

Die Werner-von-Siemens-Schule bildet Techniker der Fachrichtungen allgemeiner Maschinenbau und Optik-Elektronik aus. Die vierjährigen berufsbegleitenden bzw. zweijährigen Vollzeit-Ausbildungsgänge führen junge Facharbeiter zum Abschluss „staatlich geprüfter Techniker“ und erhöhen mit dieser Qualifikation deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Während des Studiums können verschiedene Zusatzprüfungen absolviert werden, die weitere berufliche Perspektiven bis hin zum Fachhochschul- bzw. Bachelorstudium an Universitäten eröffnen. Zusatzprüfung in Berufs- und Arbeitspädagogik, Lehrgänge in Unternehmensführung und Existenzgründung sowie der Deutschen Gesellschaft für Qualität ergänzen das Qualifikationsportfolio. Interessenten können sich bis zum 15. Oktober (Vollzeitform) bzw. 15. Dezember (Teilzeitform) anmelden.

 

Die Projektarbeiten 2010 - 2011

 
In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Satisloh, Wetzlar, entwarfen und bauten Jan Michel, Alexander Traudt, Eike Zimmermann und David Nagel einen Werkzeughalter mit Höhenjustierung zur Linsenbearbeitung.Kathrin Pfeiffer, Sven Luh, Christian Hieret und Patrick Widerstein konstruierten in Kooperation mit dem Unternehmen Schmidt & Bender, Biebertal.Fellingshausen, einen Lebensdauersimulation für Zielfernrohre.Um die Implementierung von Schwingungsdämpfern für Mikroskoptische kümmerten sich Daniel Stahl und Martin Volk; Kooperationspartner: das Unternehmen Märzhäuser.Lars Jünemann, Sebastian Dalwigk, Marc Szcygiel in der Firma LTi Drives