19.09.2011

Astronomie- und Astrofoto-AG der Werner-von-Siemens-Schule weist Supernova nach

Am Samstag, dem 3.9.2011, traf sich die Astro AG der Werner-von-Siemens-Schule Wetzlar an der Sternwarte Burgsolms, um sich aktuelle astronomische Ereignisse innerhalb und außerhalb unserer Galaxie anzuschauen und, wenn möglich, zu fotografieren. Nach Justierung und Vorbereitung der optischen Geräte gingen die Hobbyastronomen direkt nach Sonnenuntergang daran, eine von den Medien viel beachtete Supernova nachzuweisen, was Ihnen gelang. (siehe: „http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,784179,00.html“).

 

Bei einer Supernova explodiert ein Stern am Ende seiner Lebenszeit und leuchtet dabei für kurze Zeit mit der millionen- bis milliardenfachen Helligkeit auf. Dabei gibt es verschiedene Supernova-Typen, die aufgrund des Helligkeitsverlaufs, des Lichtspektrums usw. unterschieden werden. Das Besondere an der von der Astro AG nachgewiesenen Supernova 2011fe ist, dass die Entfernung von nur etwa 25 Millionen Lichtjahren zur Erde in astronomischen Maßstäben geradezu vor unserer Haustüre stattfindet. Forscher behaupten, dass dies die dichteste Supernova innerhalb einer Menschengeneration sei, was sich Amateurastronomen natürlich nicht zweimal sagen lassen und möglichst Aufnahmen dieses Spektakels anfertigen.


Auf dem zrechten Bild sieht man zunächst die „Feuerradgalaxie“ M101. Diese spiralförmige Galaxie besteht aus Milliarden Sternen, die jedoch so weit von uns entfernt sind, dass wir selbst mit hochwertigen Teleskopen keine Einzelsterne auflösen können. Die linke Aufnahme stammt vom 6.3.2011 und zeigt die Galaxie ohne die Sternenexplosion. In der rechten Aufnahme vom 3.9.2011 wurde die Supernova markiert, deren Vorläuferstern in der ersten Aufnahme nicht zu erkennen ist, die jetzt aber viel heller leuchtet als jeder andere Stern auf dieser Aufnahme. Die Qualität der Aufnahme vom 3.9.2011 ist schlechter als die vom 6.3.2011, weil die Bedingungen zu diesem Zeitpunkt deutlich schlechter waren als bei der ersten Aufnahme, da die Galaxie jetzt tief am Horizont stand und das lichtschwache Objekt somit durch sehr viel Erdatmosphäre fotografiert werden musste. Trotzdem ist der Nachweis geglückt und die Hobbyastronomen konnten noch Aufnahmen vom Kometen „Garradd“ anfertigen, der gerade auf seinem Weg zur Sonne ist.

 
Nachdem sich der Himmel leider am frühen Morgen immer weiter bewölkte und weitere Beobachtungen von zahlreichen gesichteten Sternschnuppen und Satteliten verhinderte, konnten die Sterngucker erschöpft, aber zufrieden nach Hause fahren.

 

 
Zwei Aufnahmen der Galaxie Messier 101, einmal mit und einmal ohne Supernova.Noch vor Sonnenuntergang werden einige optische Geräte von (v.l.) Frank Feger, Claudio Neumann und Ugur Öztürk aufgestellt und justiert.