04.05.2015

Improvisationstheater zu Gast an der Siemensschule

Am 24. April fand für rund 70 Schüler der Klassenstufen 11 und 12 eine Veranstaltung zur Suchtprävention statt. Carina Philipps, Beratungslehrerein für Suchtprävention, hatte das Improvisationstheater RequiSIT e.V. eingeladen, eine Gruppe von sechs Darstellern, allesamt ehemalige Suchtmittelabhängige, die seit Jahren clean leben und auf ihre Weise Jugendliche zum Nachdenken über Drogen und Suchtmittel bringen wollen.

 

Begrüßt von einem Saxophon-Solisten, fand das Publikum seine Plätze und kam langsam zur Ruhe. Die Schülerinnen und Schüler waren dann zum Mitmachen aufgefordert. Beliebige Schlagworte sollten den Darstellern zugerufen werden, die diese nach einem gemeinsamen Schlachtruf mit dem Publikum („5-4-3-2-1-los!“) aufgriffen und spontan ins Spiel umsetzten. Dabei wurde die Suchtproblematik von den Darstellern zunächst bewusst ausgeklammert.

 

Erst nach einer Stunde Improvisationstheater wurde das Thema „Sucht“ in Diskussionsrunden aufgegriffen und vertieft. Die durch das Theater gewonnene Nähe zu den Schülerinnen und Schülern ermöglichten es den Darstellern nun den ernsthaften Charakter der Suchtprävention zu zentralisieren. Mit dem Ziel zur Selbstreflexion im Umgang mit Suchtmitteln anzuregen wurden hier statt theoretischer Vorträge mit Belehrungscharakter vielmehr offen und ehrlich auf die Fragen der Lernenden eingegangen.

 

Das Theaterkonzept wurde vor 20 Jahren als innovatives EU-Projekt zur Suchtprävention (SiT e.V.) gegründet und gefördert, besteht aber nunmehr seit 2012 als eigenständiger Verein (RequiSiT e.V.), der jährlich bis zu 150 Shows an Schulen und anderen Einrichtungen absolviert.

 
Schlagworte, spontan ins Spiel übersetzt.