29.06.2017

Infotag der Fachschule für Technik an der Siemensschule:

Industrie 4.0 – Herausforderung für Industrie, Handwerk und Schule

Am 27.06.2017 fand an der Werner-von-Siemens-Schule ein Info-Tag der Fachschule für Technik statt. Dazu eingeladen waren Studierende - aktuelle, ehemalige und künftige - , Vertreter der heimischen Industrie und des Handwerks sowie Kollegen der Siemensschule. Nach der Begrüßung durch Hugo Müller, Abteilungsleiter der Fachschule für Technik, startete Alexander Bickel, Leiter Vertrieb der Festo Didactic SE, einem weltweit führende Dienstleister im Bereich der technischen Bildung, mit einem Fachvortrag. Der Titel: Herausforderungen und Chancen mit Industrie 4.0 in der Aus- und Weiterbildung. Vor etwa 120 Zuhörern erläuterte er zunächst die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Alltagsleben, um dann den Bezug zu Industrie 4.0 herzustellen. Anschaulich wurden die Veränderungen auf das industrielle Umfeld dargelegt und die Folgen für die Fachkräfte skizziert. Bickel zeigte anhand des Beispiels „Lernfabrik“ der Firma Festo die Lern- und Lehrbedingungen auf, wie ihr Unternehmen auf die veränderten Rahmenbedingungen durch die Digitalisierung reagiert.

 

Dieses Beispiel spannte dann auch den Bogen zur Schule, denn auch im schulischen Umfeld sei es wichtig, künftige Fachkräfte durch eine entsprechende Ausbildung  zu qualifizieren. Auch das Lernen sei ein Prozess, der sich verändere und anpasse, so Bickel, und nannte das e-learning, Lernortkooperationen oder auch die Vernetzung von Schulen und Industrie als Möglichkeiten. Letztlich sehe er diese Entwicklung als Herausforderung, der man sich stellen müsse.

 

In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben dem Redner auch Stefan Deibel, Leiter Personal der Lück-Gruppe Giessen und Michael Groß, Geschäftsführer Gross GmbH Wettenberg, teilnahmen, wurde die Thematik auch unter dem Aspekt der Auswirkungen auf den einzelnen Menschen, im Sinne einer Überforderung, und auf die Schule beleuchtet unter der Fragestellung: Was wünschen sich Industrie und Handwerk bei der Ausbildung von Schule?. Alle Beteiligten waren sich dahingehend einig, dass die Veränderungen eine Herausforderung darstellten, die aber viele Chancen und Möglichkeiten biete. Wichtig sei es vor allem, immer im Gespräch zu bleiben.

 

Dies nutzte Herr Müller zur Überleitung auf den zweiten Teil der Veranstaltung. Er lud die Zuhörer auf den „Marktplatz“ ein, der im Innenhof der Schule aufgebaut war. Hier stellten ehemalige Studierende ihre Projekte vor, die sie im Rahmen ihrer Weiterbildung an der WvSS erarbeitet hatten. Über diese, und darüber hinaus, fand nun ein angeregter Austausch statt. Stärken konnten die Beteiligten sich mit Getränken und Bratwürstchen; das Catering übernahm die Vollzeitklasse der Fachschule für Technik, der dafür ein besonderer Dank ausgesprochen werden sollte. „Eine tolle Veranstaltung“, meinte ein ehemaliger Studierender, der diesen Tag auch nutzte, um sich mit anderen Ehemaligen zu treffen und Schule und Lehrer zu besuchen.

 

 
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Hugo Müller, Alexander Bickel, Stefan Deibel und Michael Groß.Im Innenhof der Schule stellten ehemalige Studierende der Fachschule für Technik einige ihrer Projekte aus.