21.04.2016

Teams aus fünf Nationen präsentieren Zukunftstechnologien

Brennstoffzelle und das Internet der Dinge

Als heute Vormittag Schüler aus fünf Nationen die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten im Atrium der Werner-von-Siemens-Schule präsentierten, lagen zwei arbeitsreiche Wochen hinter ihnen, in denen sich die internationalen Teams mit Themen aus den Bereichen Datenverarbeitung und Mechatronik beschäftigt hatten. Am 11. April waren 70 Schüler mit ihren Lehrern von den Partnerschulen in Lutin (Tschechien), Lodz (Polen), Matosinhos (Portugal) und Bologna (Italien) angereist, um mit Schülern der Wetzlarer Europa-Schule gemeinsam zu arbeiten, zu lernen sowie Kultur und Gewohnheiten des Nachbarlandes kennenzulernen. Auf einer großen Leinwand und an verschiedenen Tischen im Atrium dokumentierten die Teams ihre Ergebnisse. Die Schulgemeinde zeigte sich in der großen Pause beeindruckt von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum der Konstrukteure.

 

Das deutsch-polnische Team beschäftige sich in verschiedenen Projekten mit Datenverberarbeitung. Eine Gruppe untersuchte diverse Programmiersprachen und deren Anwendungsgebiete, zum Beispiel für eine Smartphone-App; eine andere optimierte die Netzwerkinfrastruktur des schuleigenen Selbstlernzentrums.  Ein drittes Team ließ den Quadrocopter durchs Atrium fliegen – eine viermotorige Drohne mit Kamera. Die Zusammenarbeit mit der Partnerschule aus Lodz besteht bereits seit 10 Jahren, genauso lange begleitet von Siemenspädagoge Slawomir von Grolman-Elzanowski, der einen weiteren Partner für die Unterstützung der Schülertreffen hervorhob: „Danke für die großzügige Förderung unserer Arbeit nicht nur bei der Europäischen Kommission, sondern auch beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk.“

 

Die deutschen und tschechischen Mechatroniker beschäftigen sich seit vergangenem Herbst mit der Frage  „Will Alternative Drive Technologie Save the Future of the Car?“. Vier Teams planten, konstruierten und fertigten jeweils ein Fahrzeug, welches mit einer Brennstoffzelle angetrieben wird. Sie gewinnt Energie aus Wasserstoff und Sauerstoff und emittiert außer Wasserdampf keinerlei Abgase. Mechatroniklehrer Markus Stamm: „Die Brennstoffzelle wandelt chemische in elektrische Energie um und hat dabei einen recht hohen Wirkungsgrad bei absoluter Umweltverträglichkeit – eine Zukunftstechnologie.“

 

Die portugiesisch-deutsche Gruppe programmierte Mikroprozessoren vom Typ Arduino in vielfältigen Anwendungen und baute sie mit selbst entwickelten Hardwareerweiterungen auf. Etwa eine Bonbonsortiermaschine, die zum Beispiel Smarties oder M&Ms nach Farben scheidet; ein Denkspiel, ein fernzusteuerndes Miniaturauto. Neu in diesem Jahr waren die Gäste aus Italien. Ihre Projekte drehten sich um „Smarttechnologie und das Internet der Dinge“. Sie konstruierten unter anderem ein Ultraschall-sensorgesteuertes Fahrzeug, das durch ein Labyrinth fährt oder eines, welches ein Bild zeichnet, bauten funkferngesteuerte Steckdosen, LED-Beleuchtungen, Cams und Türantriebe ... Bernhard Piasta, Lehrer im deutsch-italienischen Team: „Die Technik ist bei diesen Projekten prinzipiell dieselbe wie in der künftigen Haustechnik, die ja als ‚Internet der Dinge’ in aller Munde ist.“

 
Das Publikum bei der Präsentation der Arbeitsergebnisse.Siemenspädagogin Lisa Herbel baut mit ihren Schülern die Präsentation der deutsch-portugiesischen Projekte auf.Die Ausstellung der Arbeitsergebnisse im Atrium stieß auf reges Interesse bei der Schulgemeinde.