20.06.2011

Letzte BGJ-Schüler an der Siemensschule verabschiedet: „Ziel von 100 Prozent fast erreicht“

Mit dem heutigen Tag, der Verabschiedung von 24 BGJ-Schülern, endet eine Ära nicht nur an der Wetzlarer Werner-von-Siemens-Schule, sondern in ganz Hessen. Die Schulform BGJ – Berufsgrundbildungsjahr – wird es künftig nicht mehr geben. Umso mehr freut es Schüler und Lehrer, dass dieser Jahrgang seine Zeit an der Siemensschule außerordentlich erfolgreich abschloss: 19 Schüler oder 92 Prozent der Klasse beginnen nach den Sommerferien eine Erstausbildung in heimischen Industrie-und Handwerksbetrieben, drei besuchen die Berufsfachschule und streben dort den Mittleren Bildungsabschluss an, zwei Schüler sind noch auf Ausbildungsplatzsuche.

 

„Damit“, so Jürgen Roos, als Abteilungsleiter zuständig für das BGJ, „haben wir unser Ziel erreicht, das wir zu Beginn des Schuljahres mit den Schülerinnen und Schülern vereinbarten, nämlich: 100 Prozent.“ Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Eltern, Betrieben und der Agentur für Arbeit. Alle Schülerinnen und Schüler wollten das vergangene Schuljahr nutzen, um durch eine berufliche Grundbildung in den Berufsfeldern Metall und Holz den Übergang in Ausbildung oder in eine weiterführende Schule zu schaffen. Trotz aller Freude blicken die Pädagogen der Werner-von-Siemens-Schule wehmütig auf das Ende des Ausbildungsganges BGJ. Jürgen Roos: „Der Erfolg dieses Schuljahres zeigt uns deutlich, dass diese Schulform ihre Berechtigung hat. Es stellt sich die Frage: Wo bleiben zukünftig die Schülerinnen und Schüler, die in dieser Schulform eine gute Ausbildungsvorbereitung erfahren hätten?“

 
24 Schülerinnen und Schüler verließen als letzte BGJ-Klasse die Werner-von-Siemens-Schule.