24.07.2015

Mathematik steckt überall: BG-Schüler finden Minneburg

„Wo lag die Wetzlarer Minneburg?"; „Warum ist die Bergstrasse für LKW gesperrt?" oder „Ist die Stoppelberger Hohl für ein Seifenkistenrennen geeignet?" Mit solchen Aufgaben beschäftigten sich die Schüler der Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums während des diesjährigen Mathematikprojekts in der letzten Woche vor den Sommerferien. Theoretisch ging es um das „Global-Positioning-System (GPS)“, das dazu dient, sicher zu navigieren und Standorte genau zu bestimmen. Mit diesen Angaben können nach einigen Umformungen aber auch Strecken, Flächen, Profile und damit Steigungen, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen etc. berechnet und schließlich herausgefunden werden,  wo zum Beispiel der Fotograf stand, der von der nicht mehr existierenden Minneburg aus Dom und Kalsmunt fotografierte: Die Minneburg lag am Steilhang des Deutschherrenbergs, oberhalb der Haarbachstraße, Dezimalkoordinaten 50.558574,8.503031. Auch die anderen zehn Aufgaben wurden von den BG-Schülern gelöst und die Ergebnisse abschließend vor dem Plenum überzeugend präsentiert.

 

„Womit wieder einmal bewiesen wäre,“ so Projektleiter Gunnar Veith, „dass Mathematik überall steckt und eine dienende Funktion in unser aller Leben übernimmt.“ In Zusammenarbeit mit den anderen Mathematiklehrern der Einführungsphase – Markus Rinn, Omid Shadmand und Dr. Kosmas Einbrodt - hatte Veith das Projekt erarbeitet, welches vom Erasmusprogramm der Europäischen Union gefördert wird und somit als Mosaikstein im anspruchsvollen pädagogischen Konzept der Wetzlarer Europaschule gilt.

 
Historische Postkarte mit Blick auf die Wetzlarer Altstadt von der nicht mehr existierenden Minneburg.Die BG-Schüler bei der Schlusspräsentation ihrer Ergebnisse.