23.04.2015

Projektarbeiten aus zwei Wochen gemeinsamer Arbeit

Abschlusspräsentation der Teams aus vier Nationen

Am 13. März waren 60 Schüler mit ihren Lehrern von den Partnerschulen in Lutin (Tschechien), Lodz (Polen) und Matosinhos (Portugal) angereist, um mit Schülern der Wetzlarer Europa-Schule gemeinsam zu arbeiten und zu lernen. Als heute die Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihrer Projekte im Atrium der Schule präsentierten, lagen zwei arbeitsreiche Wochen hinter ihnen, in denen sich die internationalen Teams mit Themen aus den Bereichen Datenverarbeitung und Mechatronik beschäftigt hatten. Die Zusammenarbeit hatte offensichtlich großen Spaß gemacht, wie die Dokumentationen zeigten, die an der großen Leinwand im Atrium gezeigt wurden. Die Mitglieder der Schulgemeinde, die in der großen Pause die Ausstellung der in den zwei Wochen entstandenen Produkte besuchten, zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum der Konstrukteure.

 

 

Die Arbeit von Schülern des deutsch-polnischen Teams stand zum Beispiel unter dem Motto „Heimautomation“. Die Schüler programmierten preiswerte Kleinrechner, wie sie in fast allen Haushaltsgeräten zu finden sind, um damit Garagentore zu öffnen oder Überwachungskameras zu steuern. Eine andere Gruppe hatte einen winzigen Modellgleitschirm gebaut und mit einer Fernsteuerung ausgestattet. Wie ein großer gleitet er durch die Lüfte und kann vergleichbare Manöver ausführen. Ein weiteres deutsch-polnisches Team gestaltete einen neuen Internetauftritt für die Grube Malapertus in Niedergirmes. Die Schüler digitalisierten analoge Medien und bauten und programmierten kleine Roboter. Alle Arbeiten der Schülergruppen aus Lodz und Wetzlar machen mit beim Jugendpreis  „changes/chances@work“ 2014 – 2016 des Deutsch-polnischen Jugendwerks. 

 

 

Die Mechatroniker arbeiten seit vergangenem Herbst mit den tschechischen Partnern am Projekt  „Alternative Energies  IV“. Vier deutsch-tschechische Teams planten, konstruierten und fertigten jeweils zwei Fahrzeug, welche mit Fotovoltaik angetrieben werden. Ein Fahrzeug bleibt in Wetzlar, das andere wird in Lutin ausgestellt. Jedes Team besteht aus den Arbeitsgruppen CAD, CNC, Mechanik und Dokumentation. Der gesamte Arbeitsprozess wurde auch hier dokumentiert als dreisprachige Projektpräsentation.

 

 Die portugiesisch-deutsche Gruppe programmierte Mikroprozessoren vom Typ Arduino in vielfältigen Anwendungen und baute sie mit selbst entwickelten Hardwareerweiterungen auf. Zum Beispiel eine Lichtschranke, eine ferngesteuerte Kamera, Roboter aus Lego-Bausteinen oder eine „Wordclock“ – eine Uhr, die die Zeit in Worten, nicht in Zahlen angibt.

 
Drei Modelle der Fotovoltaik-Fahrzeuge.Die Datenverarbeiter bei der Vorbereitung der Präsentation.Blick ins Publikum. Vorne die tschechischen und polnischen Pädagogen, im Hintergrund einige Siemensschüler.