03.06.2013

Rückbau einer Mauer im Gail‘schen Park

Auszubildende der Werner-von-Siemens Schule Wetzlar legten Hand an

Einsturzgefährdet war sie schon lange, die Mauer, die die Häusergasse vom Gail‘schen Park in Rodheim trennt. Dies war der Grund, warum angehende Maurer und Stahlbetonbauer des 2. Ausbildungsjahres von der Werner-von-Siemens Schule in Wetzlar im Rahmen der Lerneinheit „Sanierung eines Bauteils“ nun damit begannen, die Mauer und die Pfeiler zurückzubauen. An zwei Tagen trugen sie unter Leitung der Gemeinde Biebertal und ihrem Lehrer Studiendirektor Jürgen Roos Mauerziegel im alten deutschen Reichsformat und viele Formsteine Stück für Stück ab. Sämtliche Steine wurden von Mörtelresten befreit und feinsäuberlich aufgeschichtet, damit sie beim Wiederaufbau entsprechend verwendet werden können. Das Klopfen und Hämmern der fleißigen Arbeiter war weithin zu hören. „Es erinnert mich an die Trümmerfrauen“, meinte ein hinzugekommener Nachbar leicht schmunzelnd.Nach Erstellung eines neuen Fundamentes soll die Mauer originalgetreu rekonstruiert und die alte Toreinfahrt unterhalb des Uhrentürmchens wieder hergestellt werden. Am Ende des Tages konnten sich die Auszubildenden im Rahmen einer Führung durch den Park von der einzigartigen Schönheit des englischen Landschaftsgartens in Rodheim überzeugen. Der Auszubildende Sascha Jünger.: „Das war bisher meine schönste Baustelle.“

 
Die Auszubildenden Nils Kirbschus und Vincent Raabe bei den Arbeiten im Rodheimer Gail’schen ParkEine wirklich schöne Baustelle: Der Gail'sche Park in Rodheim.