04.04.2014

Schüler aus vier Nationen präsentierten gemeinsame Projekte

Internationale Gäste aus drei Nationen an der Werner-von-Siemens-Schule: Am 24. März waren 60 Schüler mit ihren Lehrern von den Partnerschulen in Lutin (Tschechien), Lodz (Polen) und Matosinhos (Portugal) angereist, um mit Schülern der Jahrgangsstufe 12 der Wetzlarer Europa-Schule gemeinsam zu arbeiten und zu lernen. Als am gestrigen Donnerstag die Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihrer Projekte im Atrium der Schule präsentierten, lagen zwei arbeitsreiche Wochen hinter ihnen, in denen sich die internationalen Teams mit Themen aus den Bereichen Datenverarbeitung und Mechatronik beschäftigt hatten. Die Zusammenarbeit hatte offensichtlich großen Spaß gemacht, wie die Dokumentationen zeigten, die an der großen Leinwand im Atrium gezeigt wurden. Die Mitglieder der Schulgemeinde, die in der großen Pause die Ausstellung der in den zwei Wochen entstandenen Produkte besuchten, zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum der Konstrukteure.

 

Die Arbeit des deutsch-polnischen Teams stand unter dem Motto „Microcomputer im Alltag“. Die Schüler bauten und programmierten zum Beispiel Ein-Platinen-Computer, preiswerte Kleinrechner, wie sie in fast allen Haushaltsgeräten zu finden sind. Eine andere Gruppe ließ den Quadrocopter durchs Atrium fliegen – eine kleine, viermotorige Flugmaschine mit Kamera. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn beim Programmieren müssen die Informationen von vier Sensoren berücksichtigt und an die Motoren weitergeleitet werden. Das „fliegende Auge“ wird demnächst von einem Kfz-Gutachter zur Besichtigung von Unfallstellen eingesetzt werden.

 

Die Mechatroniker arbeiten seit vergangenem Herbst mit den tschechischen Partnern am Projekt  „alternative Energien“. Vier deutsch-tschechische Teams planten, konstruierten und fertigten jeweils zwei baugleiche Windkraft-Anlagen, von denen eine in Wetzlar bleibt, die andere mit nach Lutin reist. Der gesamte Arbeitsprozess wurde auch hier dokumentiert als dreisprachige Projektpräsentation.

 

Die portugiesisch-deutsche Gruppe programmierte einen Mikroprozessor vom Typ Arduino in vielfältigen Anwendungen und baute ihn mit selbst entwickelten Hardwareerweiterungen auf. Zum Beispiel einen automatischen Parfümzerstäuber, eine Raumtemperaturerfassung, die selbständige Meldungen per e-mail genieren kann, oder eine Spieleconsole, die Objekte auf dem Bildschirm steuert. Die portugiesische Gruppe bleibt den Wetzlarern diesmal zwei Tage länger als geplant erhalten: Wegen des Pilotenstreiks können die Schüler und ihre begleitenden Lehrer erst zwei Tage später nach Hause fliegen.

 
Blick ins Publikum während der Projektdokumentationen.Slawomir von Grolman-Elzanowski und einige Schüler des deutsch-polnischen Teams präsentieren das „fliegende Auge“.Schulleiter Michael Diehl begleitete den leitenden Schulamtsdirektor Matthias Riedesel auf seinem Rundgang durch die Ausstellung. Hier begutachten beide eine Windkraftanlage des deutsch-tschechischen Teams.Eine gute Arbeitsatmosphäre: Blick in den Projektraum des portugiesisch-deutschen Teams.