27.02.2013

Selbstorganisiertes Lernen in Schule und Beruf: "Ein viel versprechender Weg"

Gestern fand für Lehrerinnen und Lehrer der Werner-von-Siemens-Schule die erste Fortbildung „Selbstorganisiertes Lernen in Schule und Beruf“ statt. Leitender Schulamtsdirektor Matthias Riedesel und Schulleiter Michael Diehl begrüßten Dr. Martin Herold vom Institut für selbstorganisiertes Lernen (SOL), Ulm, der die Veranstaltung moderierte. In einem Einführungsvortrag informierte er unter der Fragestellung „Wie funktioniert Lernen?“ über die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung, um diese im Anschluss mit der Praxis des SOL zu verknüpfen. Herold hob hervor, dass SOL keineswegs als „Schüler ohne Lehrer“ zu deuten sei. Vielmehr komme dem Pädagogen eine wichtige Rolle als Organisator und Berater im Lernprozess zu, die die individuelle Entwicklung des einzelnen Schülers besser berücksichtige als tradierte Unterrichtsformen. So war der Tag angefüllt mit praktischen Übungen und Diskussionen, wie dieses Ziel zu erreichen sei.

 

Am Ende des Tages zeigten sich alle Teilnehmer so beeindruckt von den Ergebnissen und neuen Erfahrungen, dass die meisten bereits gemeinsam die Umsetzung in konkreten Unterrichtsprojekten planten. Während der zweiten SOL-Fortbildung im April wird Gelegenheit sein, diese ersten Schritte zu überprüfen. Schulleiter Michael Diehl betonte am Ende der intensiven Schulung: „SOL ist zwar nicht der einzige, aber ein sehr viel versprechender Schritt auf unserem Weg der Unterrichtsentwicklung, den wir als Selbstständige Berufliche Schule eingeschlagen haben. Ich ermuntere alle Kollegen dazu, sich neuen Methoden nicht zu verschließen und bin gespannt auf die Ergebnisse.“