06.04.2018

Zeitzeuge berichtet über DDR-Erfahrungen

Ein Zeitzeuge berichtet am 18.04.2018 in der Werner von Siemens Schuleüber seine Erfahrungen mit der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland. Michael Verleih, geb. 1951 in Berlin und von Beruf Physiker, sprach sich 1983 in von der Staatssicherheit beschlagnahmten Manuskripten für die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands bis zum Jahr 2000 als Alternative zur Stationierung nuklearer Raketen aus. Wegen "staatsfeindlicher Hetze" wurde er daraufhin im Oktober 1983 verhaftet und zu einer Freiheitstrafe von vier Jahren verurteilt. Im Rahmen des Häftlingsfreikaufs gelangte er im Juli 1985 in die Bundesrepublik.

 

Die Veranstaltung wurde vom Koordinierenden Zeitzeugenbüro vermittelt. Es fungiert als gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer und ist an der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen angesiedelt. Gefördert wird das Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro betreibt ein Online-Portal, das bundesweit Menschen, die von der DDR politisch verfolgt wurden, die Widerstand geleistet oder die die Teilung Deutschlands in besonders einschneidender Weise erlebt haben, zu Zeitzeugenveranstaltungen vermittelt. Auf diese Weise soll der zunehmenden Unwissenheit und Verklärung im Zusammenhang mit der SED-Diktatur entgegengewirkt werden. Nähere Informationen gibt es unter www.ddr-zeitzeuge.de.