08.05.2014

Zentraler Europatag der mittelhessischen Europaschulen

Ein Kaleidoskop der Länderprofile

Am 7. Mai fand in der Wetzlarer Werner-von-Siemens-Schule zum fünften Mal die zentrale Veranstaltung der Mittelhessischen Europaschulen der Europawoche statt. Das Motto: Aufstand der Jungen, wobei der Focus auf dem Gesichtspunkt der Generationengerechtigkeit und den Sozialsystemen in den verschiedenen Ländern der Europäischen Union lag. Lehrer und Schüler der Theodor-Heuss-Schule, Marburg, der Gewerblichen Schulen des Lahn-Dill-Kreises, Dillenburg, der Max-Eyth-Schule, Alsfeld, der Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach, der Theodor-Litt-Schule Gießen sowie der Siemensschule stellten im Unterricht erarbeitete Projekte aus und arbeiteten unter Regie angehender Lehrer des Gießener Studienseminars für Berufliche Schulen in Workshops zum Thema.

 

Die Schüler der Einführungsphase des beruflichen Gymnasiums, Fachoberschüler und Auszubildende der Teilzeitberufsschule der Werner-vom-Siemens-Schule hatten sich im Powi-Unterricht intensiv mit jeweils einem europäischen Land beschäftigt und Fakten recherchiert zu demographischem Wandel, Altersstruktur, Bildungs- und Sozialsystem. Diese präsentierten sie auf Plakaten, Stellwänden und in digitaler Form. Die Gäste aus den anderen Europaschulen ergänzten die Ausstellung und so entstand ein Kaleidoskop verschiedener Länderprofile der europäischen Nachbarn. Rollenspiele und szenische Darbietungen, erarbeitet in den Workshops, rundeten den ereignisreichen Vormittag ab.

 

Europastaatssekretär Mark Weinmeister und Dr. Corinna Hartmann, Leiterin des Schulentwicklungsprogramms Hessische Europaschulen im Hessischen Kultusministerium sowie Matthias Riedesel vom zuständigen Staatlichen Schulamt zeigten sich auf ihren ausführlichen Rundgängen durch die Schülerpräsentationen sehr beeindruckt vom Detailreichtum der Recherchen und dem Kenntnisstand der Schüler. So lobte Schulleiter Michael Diehl am Ende des Tages: "Wir haben heute hervorragende Präsentationen und Darbietungen gesehen, die uns die Vielfalt Europas aufzeigten und unser Verständnis füreinander, auch unserer Sorgen und Nöte, festigen können." Und Europakoordinator Joachim Hunke unterstrich: "Ein Europatag, gestaltet und mit Inhalten gefüllt von den Schülerinnen und Schülern - ein Stück gelebtes europäisches Curriculum."

 
Eine Gruppe des Beruflichen Gymnasiums hatte sich mit dem deutschen Sozialsystem beschäftigt.Schulleiter Michael Diehl, Europastaatssekretär Mark Weinmeister und Europakoordinator Joachim Hunke im Gespräch mit einer Schülergruppe.Blick ins Atrium der Siemensschule mit der Präsentation der Schülerarbeiten.