Berufliches Gymnasium

 

Das Berufliche Gymnasium Technik führt zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die zum Studium an allen Universitäten, Hochschulen, Technischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Fachhochschulen berechtigt. Den Unterschied zur allgemeinen gymnasialen Oberstufe bildet die Einbeziehung des berufsbildenden Schwerpunktes Technikwissenschaft, das zweite Leistungsfach der Jahrgangsstufen 12 und 13. In allen anderen Fächern gelten die inhaltlichen Bestimmungen (Kursstrukturpläne) der allgemeinen gymnasialen Oberstufe.

 

Was unterscheidet das Berufliche Gymnasium Technik vom herkömmlichen Gymnasium?

Das Berufliche Gymnasium ist im Unterschied zum klassischen Gymnasium von berufsbezogenen Fachrichtungen und Schwerpunkten geprägt, an der Werner-von-Siemens-Schule sind dies die Technikwissenschaften Datenverarbeitung und Mechatronik. Dieser Bildungsgang eignet sich also ganz besonders für Schüler und Schülerinnen, die naturwissenschaftlich-technisch begabt und interessiert sind und sich bereits während der Schulzeit  auf einen entsprechenden Beruf vorbreiten wollen. Das möglichst frühe Eingehen auf das technisch-naturwissenschaftlich-mathematische Interesse der Lernenden qualifiziert in besonderer Weise zum Studium anspruchsvoller, zukunftsweisender Berufe wie Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften, bei gleichzeitiger Möglichkeit, alle anderen Studienfächer studieren zu können!

 

Sind Studienmöglichkeiten mit dem Abitur des Beruflichen Gymnasiums eingeschränkt?

Nein, Sie erhalten nach Ihrer Ausbildung am Beruflichen Gymnasium Technik die allgemeine Hochschulreife (Abitur), den höchsten Bildungsabschluss, der in der Bundesrepublik Deutschland vergeben wird. Dieser berechtigt zum Studium an allen Universitäten, Hochschulen, Technischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Fachhochschulen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland in jedem angebotenen Fach.

 

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

  1. Versetzung nach Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe
      oder
  2. Realschulabschluss
      oder
  3. einen gleichgestellten Abschluss

Aufnahmebedingungen für die Zeugnisarten 2. und 3.

  • Eignungsvermerk der Klassenkonferenz
  • In den Fächern Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache und einer Naturwissenschaft müssen Leistungen mit einer Durchschnittsnote von besser als befriedigend (3,0) erbracht werden.
  • In den übrigen Fächern muss gleichfalls eine Durchschnittsnote von besser als befriedigend erreicht werden.
  • In keinem Fach darf die Note ungenügend vorliegen.

Bei unmittelbarem Übergang von einer Gesamtschule in das Berufliche Gymnasium muss der Erziehungsberechtigte bis spätestens zwei Wochen nach dem Zeugnistermin des ersten Schulhalbjahres den Wechsel bei der bisher besuchten Schule anmelden. Diese schickt die Anmeldung mit den beiden letzten Zeugnissen und einem Gutachten an die Werner-von-Siemens-Schule. Aus dem begründeten Gutachten der zuletzt unterrichtenden Lehrkräfte geht hervor, ob ein Schüler/eine Schülerin für den Übergang in das Berufliche Gymnasium geeignet ist.

 

Wie ist die Ausbildung am Beruflichen Gymnasium organisiert?

Das Berufliche Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 11-13; es ist in die Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) und in die Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 12 und 13) gegliedert.

In der Einführungsphase bereiten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeit in der Qualifikationsphase und auf die Wahl der beiden Leistungsfächer vor. Bereits hier entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für die berufliche Fachrichtung Datenverarbeitung oder Mechatronik, die dann in der Qualifikationsstufe (12 und 13) als Leistungskurs weitergeführt wird.

In der Qualifikationsphase werden die Fächer in Grund- und Leistungskursen unterrichtet, wobei ein Leistungskurs die Technikwissenschaft darstellt. Das zweite Leistungsfach der Qualifikationsphase ist allgemeinbildend. Es muss eine weitergeführte Fremdsprache oder Mathematik oder Deutsch oder eine Naturwissenschaft (Chemie, Physik) sein. In diesen Fächern gelten die inhaltlichen Bestimmungen (Kursstrukturpläne) der allgemeinen gymnasialen Oberstufe. Eine Ausnahme bildet der Kursstrukturplan Mathematik des Beruflichen Gymnasiums, der eine zeitgemäß überarbeitete, anwendungsbezogene Version des Planes der allgemeinen gymnasialen Oberstufe darstellt. Über den vorgegebenen Stoffrahmen hinaus bietet das Berufliche Gymnasium Technik an der Werner-von-Siemens-Schule eine INFORMATIK-AG in allen Jahrgangsstufen an.

Das Berufliche Gymnasium Technik ist wie jede andere gymnasiale Oberstufe in drei Aufgabenfelder gegliedert, wobei das mathematisch-naturwissenschaftliche Aufgabenfeld um den Bereich der Technikwissenschaft erweitert wurde. Die Fächer sind (mit Ausnahme des Faches Sport) in den folgenden Aufgabenfeldern zusammengefasst:

  1. sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld:
    Deutsch, Englisch, Französisch, Kunst, Musik, Lektüre
  2. gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld:
    Politik und Wirtschaft, Geschichte, Religion / Ethik
  3. mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld:
    Mathematik, Physik, Chemie, Technikwissenschaft (Datenverarbeitung oder Mechatronik), Technologie

In der Qualifikationsphase werden die Fächer in Grund- und Leistungskursen unterrichtet.

 

Gelten die Bestimmungen des Landeabiturs (Zentralabitur)?

Auch die Beruflichen Gymnasien unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen des Landesabiturs, das in Frühjahr 2007 in Hessen eingeführt wurde.

Siehe Landesabitur

 
 

Anmeldung

Anmeldeschluss für das darauffolgende Schuljahr im Beruflichen Gymnasium ist der 28. Februar.

 

Hugo Müller
Tel. 06441/37802-116
hu.mueller@werner-von-siemens.de