Fachoberschule

 

Die Fachoberschule führt junge Menschen, die sich für eine der Fachrichtungen Bautechnik, Elektrotechnik oder Maschinenbau entschieden haben, zur allgemeinen Fachhochschulreife. Diese ermöglicht ihnen das Studium jedes beliebigen Faches an allen deutschen Fachhochschulen und den Zugang zu vielen Bachelor-Studiengängen an Universitäten. Wir bieten zwei Ausbildungsgänge an. Schüler ohne Berufsausbildung absolvieren während ihres zweijährigen Schulbesuchs ein Praktikum in einem Industrie- oder Handwerksbetrieb (Form A). Schüler mit abgeschlossener Berufsausbildung schließen nach einem Jahr mit der Fachhochschulreifeprüfung ab (Form B).

 

Zugangsvoraussetzungen

  • Mittlerer Bildungsabschluss mit
    • mindestens befriedigenden Leistungen in zwei der folgenden Fächer und mindestens ausreichend im dritten Fach: Mathematik, Deutsch, Englisch (Form B siehe Sonderregelung)
      oder
    • Versetzung in die gymnasiale Oberstufe
  • Zusätzlich für die Form A:
    • Eignungsfeststellung der abgebenden Schule
    • Nachweis über eine erhaltene Berufs- oder Schullaufbahnberatung
    • Gültiger Vertrag für ein Betriebspraktikum vom 1. August des jeweiligen Schuljahres bis zum Ende der vorletzten Woche vor den Sommerferien des Folgejahres, unabhängig von den Sommerferien. Das Praktikum kann auch auf zwei bis drei verschiedene Ausbildungsbetriebe aufgeteilt werden, im Schwerpunkt Bautechnik ist die Aufteilung obligatorisch.
  • Zusätzlich für die Form B:
    • Abschluss einer mindestens zweijährigen Ausbildung in einem einschlägigen anerkannten Beruf.
    • Nicht hinreichende Noten beim Mittleren Abschluss können durch ein Abschlusszeugnis der Berufsschule mit einer Gesamtnote von mindestens 3,0 ersetzt werden.
    • Bewerberinnen und Bewerber, bei denen die Unterbrechung des Schulbesuches ein Jahr übersteigt (ausgenommen Wehrdienst, Zivildienst u.ä.), haben sich in der Regel einer Feststellungsprüfung zu unterziehen. Gleiches gilt in Zweifelsfällen.
 

Bildungsgang

  • Erster Ausbildungsabschnitt (nur Form A):
    • Unterricht von insgesamt 480 Stunden
      • Deutsch, Englisch und Mathematik je 80 Stunden (Montag)
      • Politik und Wirtschaft 40 Stunden (Montag)
      • Beruflicher Lernbereich (Schwerpunktfach) 200 Stunden (Freitag)
    • Fachpraktische Ausbildung (Dienstag bis Donnerstag)
  • Zweiter Ausbildungsabschnitt (Form A und B):
    • Unterricht von insgesamt 1240 Stunden
      • Deutsch, Englisch und Mathematik je 160 Stunden
      • Politik und Wirtschaft, Chemie, Physik, Religion/Ethik je 80 Stunden
      • Sport 40 Stunden
      • Beruflicher Lernbereich (Schwerpunktfach) 480 Stunden
 

Abschluss

Die Abschlussprüfung umfasst die schriftliche Prüfungen in den Fächern Englisch und Mathematik (je 3 Zeitstunden) sowie Deutsch und Schwerpunktfach (je 4 Zeitstunden).
Möglich sind auch mündliche Prüfungen in einzelnen Fächern (ausgenommen Sport).
Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn in allen Fächern des Pflicht- und des Wahlpflichtbereiches mindestens ausreichende Leistungen erzielt wurden.

Wer die Prüfung bestanden hat, erhält das Zeugnis der Fachhochschulreife. Entsprechend der Rahmenvereinbarung über die Fachoberschule – Beschluss der Kultusministerkonferenz in der jeweils gültigen Fassung – berechtigt dieses Zeugnis in allen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland zum Studium an Fachhochschulen und ermöglicht den Zugang zu vielen Bachelor-Studiengängen an Universitäten.

Als rechtliche Grundlage dient die „Verordnung über die Ausbildung und Abschlussprüfung an Fachoberschulen“ in der jeweils gültigen Fassung.

 
 

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt direkt bei der Werner-von-Siemens-Schule.

Jörn Pirker

Tel. 06441/37802-118
j.pirker@werner-von-siemens.de

 

 

Anmeldeformular Form A

Anmeldeformular Form B

 

Infos zur FOS und Praktikumsunterlagen für das Begleitpraktikum