Die Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung baut auf einem Mittleren Abschluss auf und führt zum schulischen Berufsabschluss „Staatlich geprüfter Assistent für Informationsverarbeitung“, der einer dualen Ausbildung gleichgestellt ist. Der zweijährige Ausbildungsgang bereitet junge, technisch interessierte Menschen auf die Assistentenberufe vor, die mit dem Siegeszug der EDV in allen Wirtschaftsbereichen entstanden sind. Der Zusatzunterricht in den allgemeinbildenden Fächern führt nach einer Zusatzprüfung zur Fachhochschulreife, die zum Studium an allen deutschen Fachhochschulen in jedem beliebigen Fach berechtigt.
Zweijährige Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung - Technik
Zugangsvoraussetzungen
Die Aufnahme in die Zweijährige Höhere Berufsfachschule setzt ein qualifizierendes Zeugnis über den Mittleren Abschluss voraus. Bewerberinnen und Bewerber müssen in ihrem letzten Zeugnis mindestens befriedigende Leistungen in zwei der drei Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch nachweisen. In keinem der genannten Fächer dürfen die Leistungen schlechter als ausreichend sein. Kann zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein Zeugnis des Mittleren Abschlusses vorgelegt werden, erfolgt die Aufnahme unter Vorbehalt.
Aufgenommen werden kann nur, wer bis zum 15. Februar des Jahres der Anmeldung das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
Ein Auswahlverfahren ist erforderlich, wenn es mehr geeignete Bewerberinnen oder Bewerber gibt, als Ausbildungsplätze vorhanden sind. Am Auswahlverfahren müssen auch Bewerberinnen oder Bewerber teilnehmen, die die Leistungsvoraussetzungen nicht erfüllt haben.
Bildungsgang
Der Pflichtunterricht ist in den allgemeinbildenden und den berufsbezogenen Bereich gegliedert.
Im allgemeinbildenden Bereich werden die Fächer Religion/Ethik, Deutsch, Politik/Wirtschaft und Sport unterrichtet.
Mathematik, Physik und Englisch zählen zum berufsbezogenen Unterrichtsbereich.
Die Kernthemen in diesem Bereich sind
- Konfiguration, Zusammenbau und Inbetriebnahme von Computersystemen
- Administration von Computersystemen und deren Peripherie
- Programmierung zur Anpassung von Anwenderprogrammen sowie
von Betriebssystemen und Netzwerk-Betriebssystemen - Projektierung, Installation und Inbetriebnahme von Netzwerken
- Administration und Wartung von Netzwerken
- Betriebs- und Arbeitsorganisation
Der Unterricht erfolgt schwerpunktmäßig projektorientiert auf der Basis von Lernfeldern.
Abschluss
Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen / praktischen und einem mündlichen Teil. Die mündliche Prüfung kann sich auf alle Bereiche des Pflichtunterrichts beziehen, die im zweiten Ausbildungsjahr durchgehend unterrichtet wurden.
Erwerb der Fachhochschulreife
Die Schülerinnen und Schüler können die Fachhochschulreife erwerben. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Zweijährigen höheren Berufsfachschule und die erfolgreiche Teilnahme am Zusatzangebot zur Erlangung der Fachhochschulreife in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Fachhochschulreife wird zuerkannt, wenn die Zusatzprüfung in diesen allgemeinbildenden Fächern bestanden wurde. Zusätzlich muss noch eine ausreichende berufliche Tätigkeit nachgewiesen werden.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt bis zum 30. April bei der Werner-von-Siemens-Schule.
Oberstudienrätin
Susanne Ilge
Tel. 06441/37802-117
s.ilge@werner-von-siemens.de
Umfrage zum Tag der offenen Tür, 3. Dezember 2011,
von Schülern der Höheren Berufsfachschule
