24.10.2018

Japanischer Vizekonsul besucht Wetzlarer Werner-von-Siemens-Schule

„Japan im Klassenzimmer“ – unter diesem Titel fand heute eine Veranstaltung an der Wetzlarer Werner-von-Siemens-Schule statt. Der japanische Vizekonsul Hiroaki Matsuyama und seine Assistentin Yukiko Luginbuehl präsentierten den rund 200 Schülern der Europaschule Aspekte aus  Alltag und Kultur des fernöstlichen Landes. Seit 2002 bietet das japanische Generalkonsulat  und die Deutsch Japanischen Gesellschaft Frankfurt am Main das Programm „Japan im Klassenzimmer“ an. Vertreter des Konsulats besuchen dabei pro Jahr rund 30 Schulen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.

 

Die stellvertretende Schulleiterin Monika Lehr begrüßte die japanischen Gäste im Namen der gesamten Schulgemeinde und dankte ihrem Kollegen Maik Hülsemann M.A., der diese Veranstaltung an die Schule geholt hatte. Moritz Dutschke, Schüler der Höheren Berufsfachschule für Informationsverarbeitung, übersetzte Lehrs Worte dank seines zweijährigen Aufenthalts in Japan sogar in die Landesprache. Die anschließende Präsentation der japanischen Gäste beschäftigte sich mit einer allgemeinen Einführung in die Landeskunde, dem japanischen Schulsystem, der japanischen Mangakultur und Einblicken in die digitale Welt des wichtigen deutschen Wirtschaftspartners. Besonderes Interesse zeigten die Schüler an dem straff organisierten Bildungssystem, in dem immerhin 97 Prozent der Schüler einen dem Abitur vergleichbaren Abschluss machen. Überrascht zeigte sich das Publikum ebenso von der Struktur der japanischen Sprache und deren Schriftzeichen. Um eine japanische Zeitung zu lesen, muss man circa 2136 Schriftzeichen sowie zwei Alphabete kennen.   

 

Dem Besuch der japanischen Gäste soll sich ein Wettbewerb anschließen zum Thema „Japan jenseits der Klischees“. Die Schüler können sich in kreativer Form – Aufsatz, Dialog, Gedicht, Tagebucheintrag, Kurzgeschichte, Zeitungsartikel … - mit dem Thema beschäftigen. Die AutorInnen der 15 besten Arbeiten aller teilnehmenden Schulen in den drei Bundesländern werden zu einem offiziellen Empfang in die Residenz des Generalkonsuls eingeladen; die zwei besten werden mit einer zehntägigen Reise nach Japan in den darauffolgenden Osterferien belohnt. Dieser Wettbewerb wird seit 16 Jahren durchgeführt und die Siemensschule ist die erste Berufsschule, die daran teilnimmt.

 

Zum Schluss richteten die Siemensschüler Fragen an die Referenten. Naheliegend bei diesem Wettbewerbsthema war jene nach den Klischees über Deutschland in der japanischen Gesellschaft. „Wurst, Bier, Fußball, Oktoberfest, Weihnachtsmarkt und Pünktlichkeit“, antwortete Vizekonsul Hiroaki Matsuyama augenzwinkernd.

Japan jenseits der Klischees - Teilnahmeformular

 
Der japanische Vizekonsul Hiroaki Matsuyama und seine Assistentin Yukiko Luginbuehl, die stellvertretenden Schulleiterin Monika Lehr und Maik Hülsemann M.A.Rund 200 Siemensschüler nahmen an der Veranstaltung im Atrium teil.